Zum Hauptinhalt springen
Dezember 02, 2025

Forschungsaufenthalt in Rio Claro und Probenahme aus Flüssen des Amazonas

Im Rahmen des MURmap-Projekts hatte die Masterstudentin Antonia Siebenbrunner die Möglichkeit, fünf Monate an der Staatlichen Universität von São Paulo (UNESP) in Rio Claro, Brasilien, zu verbringen. Dieser Forschungsaufenthalt, der durch FWF und Erasmus+ Mobilität finanziert wurde, bot ihr die spannende Gelegenheit, an der Schnittstelle von Umweltwissenschaften, Biogeochemie und analytischer Methodenentwicklung zu arbeiten.

An der UNESP arbeitete Antonia in der Gruppe für biogeochemische Methodenentwicklung (GEMB) unter der Leitung von Prof. Amauri Antonio Menegário und Dr. Melina Borges Teixeira Zanatta. Die GEMB-Gruppe verfügt über unglaubliche Fachkenntnisse im Bereich der passiven Probenahme auf Basis von Diffusionsgradienten in dünnen Schichten (DGT), wodurch Antonia ihr Verständnis dieser Methode vertiefen und gleichzeitig die Partnerschaft zwischen MUL und UNESP stärken konnte.

Der Höhepunkt des Aufenthalts war eine einwöchige Probenahmereise nach Manaus, mitten ins Herz des brasilianischen Amazonas-Regenwaldes. Stefan Wagner, Johanna Irrgeher und Thomas Prohaska von der MUL begleiteten Antonia vor Ort. José Lucas Martins Viana und Luiz Felipe Pompeu Prado Moreira von der UNESP, Ezio Sargentini Junior, Marcos Bolson und Cássio A. da Silva Oliveira vom Nationalen Institut für Amazonasforschung (INPA) sowie Paul Williams und Brian Quinn von der Queen's University Belfast vervollständigten das internationale Probenahmeteam. Es wurden Wasser- und Sedimentproben entnommen und DGT-Passivprobenehmer in mehreren Amazonasflüssen eingesetzt.

Die Probenahmetour bot eine einzigartige Gelegenheit, die im Rahmen von MURmap entwickelten und eingesetzten Methoden unter extremen Umweltbedingungen in einem der dynamischsten und vielfältigsten Flusssysteme der Welt anzuwenden und zu testen. Die Erkenntnisse aus den Flüssen des Amazonasgebiets nach Österreich mitzubringen, wird dazu beitragen, den geochemischen Fingerabdruck der Mur in einen breiteren globalen Kontext zu stellen und neue Perspektiven für die laufende Forschung zu eröffnen.

Ein herzliches Dankeschön geht an das gesamte GEMB-Team für seine Freundlichkeit, Unterstützung und Begeisterung während des gesamten Aufenthalts!